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Das Handbuch des Subraums

(C) 1998-99 by Christian R´┐Żhl
Letzte ´┐Żnderung: 31.07.1999
Design-Update: Oktober 2000
 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einf´┐Żhrung

2. Die Welt des Subraums

3. Die Nutzung des Subraums

4. Anhang

    4.1 Einheiten

    4.2 Abk´┐Żrzungen

    4.3 Begriffserkl´┐Żrungen

     

1. Einf´┐Żhrung

1.1 Die Reise beginnt

Als sich am 5. April 2063 um 11 Uhr die Phoenix von einem Raketenst´┐Żtzpunkt in Zentral-Montana, Erde gen Himmel erhob und kurz darauf die Barriere der Lichtgeschwindigkeit durchstie´┐Ż, brach eine neue ´┐Żra der Menschheit an. Die Titan-V-Rakete, die von Zefram Cochrane und seinem Team in jahrelanger Arbeit mit dem ersten Prototypen eines neuartigen "Kontinuums-Distortionsantriebes", auch Warpantrieb genannt, ausger´┐Żstet worden war, schien nicht nur den langersehnten Traum zum Reisen zu anderen Sternen zu erm´┐Żglichen, sondern endlich auch das ungeliebte Einsteinsche Weltbild mit der Lichtgeschwindigkeit als h´┐Żchte Geschwindigkeit des Universums umzusto´┐Żen. Dabei hatte Cochrane mit seiner Erfindung eine Entwicklung in Gang gesetzt, die in den n´┐Żchsten 50 Jahren, und dar´┐Żber hinaus, neben einer F´┐Żlle von v´┐Żllig neuen, phantastisch anmutenden Technologien und Ph´┐Żnomenen ein neues Verst´┐Żndnis vom Universum und seiner Struktur hervorbringen sollte: die Subraum-Hypothese. Als Anfang des 22. Jahrhunderts die dem Warpantrieb zugrundeliegenden Mechanismen des Subraums n´┐Żher erforscht worden waren, verfeinerte sich ebenfalls die Lehre des Subraums und des Universums, die fortan in der "Subraum-Physik" zusammengefa´┐Żt wurde. Diesem Thema widmet sich dieses Handbuch, das dem Leser die phantastische Welt des Subraums und die daraus resultierenden Ph´┐Żnomene und Technologien in allgemeinverst´┐Żndlichen Worten und anschaulichen Diagrammen n´┐Żherbringen soll.

 

2. Die Welt des Subraums

2.1 Einf´┐Żhrung

Als Zefram Cochrane Mitte des 21. Jahrhunderts den Warpantrieb entwickelte, hatte er freilich nur eine blasse Vorstellung von den zugrundeliegenden wissenschaftlichen Fakten. Schlie´┐Żlich basierte diese neuartige Technologie auf einer v´┐Żllig neuer v´┐Żllig neuen Wissenschaft, die, wie einst die Relativit´┐Żtstheorie und die Quantentheorie eine Revolulion ausl´┐Żsen und das vorherrschende Verst´┐Żndnis vom Universum vollkommen umw´┐Żlzen w´┐Żrde. Doch der erste Kontakt und die Zusammenarbeit der ganzen Menschheit im sp´┐Żten 21. und fr´┐Żhen 22. Jahrhundert brachte Schritt f´┐Żr Schritt Licht in die wunderbare, neue Welt des Subraums.

Wenn wir die Subraumphysik mit den anderen Theorien des 20. und 21. Jahrhunderts vergleichen, der speziellen Relativit´┐Żtstheorie, der Quantentheorie oder gar der Theorie der multiplen Parallelwelten, erscheint sie uns gar nicht mehr so phantastisch und abwegig. Und entgegen aller anf´┐Żnglichen Vermutungen koexistiert sie mit all diesen scheinbar zueinander widerspr´┐Żchlichen Hypothesen; selbst das Einsteinsche Dogma von der Un´┐Żberschreitbarkeit der Lichtgeschwindigkeit wird nicht verletzt. Doch wie ist das m´┐Żglich?

  

2.2 Die Rolle des Subraums im Universum

Der Subraum

Die Subraumtheorie f´┐Żhrt als neuen Strukturbestandteil des Universums den Subraum ein. Der Subraum ist ein Denkmodell, das aus den ´┐Żberlegungen zahlloser Wissenschaftler ´┐Żber ein Jahrhundert hinweg entstanden ist und eine Verfeinerung der "Superraum"- und "Innerer Raum" ist. Tats´┐Żchlich ist der Subraum beides: Unser Universum, wie auch alle parallel zu unserem existierenden, sind in den Subraum eingebettet. Gleichzeitig, wie der Name schon vermuten l´┐Ż´┐Żt, kann man ihn als eine Art Unter- oder "innerer" Raum des Normalraums ansehen. Was sich im ersten Moment wie ein Widerspruch anh´┐Żrt, entbehrt zwar nicht einer gewissen Kompliziertheit, doch ist bei n´┐Żherer Untersuchung nichts anderes als die verschiedene Betrachtungsweise ein und desselben Modells.

 

Die relative Betrachtungweise der Welt

Grafik 2.2.1 Das relative Subraummodell

Bei der ersten Betrachtungsweise sehen wir die Welt relativ zu unserem Normalraum, oder exakter, zu unserer Raumzeit. Nach Einstein kann man sich die Raumzeit als eine flache Ebene vorstellen, in der die Materie Unebenheiten oder Verwerfungen darstellt. Die Gravitiation entsteht dabei durch die Interaktion dieser Verwerfungen. Doch was ist, wenn wir uns, ´┐Żhnlich wie in der Multidimensionaltheorie postuliert, noch eine weitere Dimension vorstellen. Wenn wir von einem einzelnen Punkt der Raumzeit ausgehen und ihn vom Rest des Modells extrahieren, geht dieser dann "in die Tiefe", d.h. eine weitere Dimension geht von ihm aus, die wir freilich weder vorstellen noch begrifflich festsetzen k´┐Żnnen. Je "tiefer" wir hinabgehen, desto weiter entfernen wir uns vom Normalraum, wir kommen immer weiter in den Subraum.

 

Die absolute Betrachtungweise der Welt

Grafik 2.2.2 Das absolute Subraummodell

Nun untersuchen wir die zweite, absolute Betrachtungsweise, die die Welt "von oben" darstellt. Unser Universum existiert, wie auch alle anderen, im Subraum, einer Art "Superraum", der v´┐Żllig andere Eigenschaften das uns bekannte Universum aufweist. Dabei gibt es aber keinen harten Grenzen, sondern einen allm´┐Żhlichen ´┐Żbergang vom Raum zum Subraum. Je weiter wir uns vom Normalraum entfernen und dem Subraum n´┐Żhern, desto mehr gleichen sich die Umgebung und ihre physikalischen Eigenschaften denen des Subraums an. Wenn wir noch n´┐Żher in das Modell hineingehen und uns einen Punkt des Raums eines beleliebigen Universums betrachten, entdecken wir obige Betrachtungsweise wieder!

Fa´┐Żt man die beiden Betrachtungsweisen zusammen, kommt man unweigerlich zu der Schlu´┐Żfolgerung, da´┐Ż nicht nur jeder Punkt in unserem Universum mit dem Subraum, sondern au´┐Żerdem ´┐Żber den Subraum mit allen anderen Universen verbunden ist.

  

2.3 Struktur und Eigenschaften des Subraums

Grafik 2.3.1 Der Subraum und seine Schichten

Wie schon erw´┐Żhnt, ist der Subraum nicht absolut, der ´┐Żbergang von Universum zu Universum vollzieht sich allm´┐Żhlich. Deshalb wird der Subraum in einzelne Schichten eingeteilt. Die Schichten unterteilen den Subraum gleichzeitig nach Lage, Energielevel und Eigenschaften. "Niedrige" Schichten befinden sich nahe unserem Raum, es ist wenig Energie n´┐Żtig, um sie zu erreichen, sie ´┐Żhneln unserem Raum sehr und sind eng mit ihm verbunden, w´┐Żhrend "tiefe" Schichten weiter von unserem Raum entfernt sind, mehr Energie n´┐Żtig ist, um sie zu erreichen, sie sich deutlich von unserem Raum unterscheiden und "losgel´┐Żst" vom Normalraum sind. Subraumschichten werden dabei nach ihrem Energielevel klassifiziert, also nach dem Energiebetrag, der n´┐Żtig ist, um sie zu erreichen. Die Ma´┐Żeinheit f´┐Żr die "Tiefe" einer Subraumschicht ist deshalb die des subatomaren Energiepotentials - das Elektronenvolt (eV). Aufgrund der gigantischen Gr´┐Ż´┐Że des Energiebetrags wird bei Subraumschichten gew´┐Żhnlich das Gigaelektronenvolt (GeV). Je tiefer eine Schicht im Subraum ist, desto gr´┐Ż´┐Żer ist auch diese Ma´┐Żzahl. Neben Energielevel, Lage und Eigenschaften spielt aber vor allem der Grad der Unabh´┐Żngigkeit der Subraumschichten von unserer Raumzeit eine gro´┐Że Rolle. Das hei´┐Żt: Je "tiefer" eine Subraumschicht ist, desto unabh´┐Żngiger ist sie von unserem Universum, von unserem Raum und unserer Zeit, und desto "allm´┐Żchtiger" ist sie in Bezug auf diese! Aber wei´┐Ż hei´┐Żt das konkret? Die physikalischen Eigenschaften unseres Universums gelten nicht f´┐Żr den Subraum und umgekehrt. Damit kann der Subraum als etwas "Fremdes" in unserem Raum auch dessen scheinbar unumst´┐Ż´┐Żliche Naturgesetze umgehen. Als Beweise m´┐Żgen die vielen ohne die Subraumtheorie scheinbar magischen und irrationalen Weltraumanomalien dienen; etwa Wurml´┐Żcher und temporale Risse.

  

2.4 Subraumph´┐Żnomene

Alle unerkl´┐Żrlichen Ph´┐Żnomene des Universums zeigen, da´┐Ż der Subraum nicht nur universal als Medium auf alle Universen, sondern auch auf jedes Universum und jede Raumzeit explizit einwirkt. Sie entstehen durch den Schichtbau und den allm´┐Żhlichen ´┐Żbergang von Normalraum zum Subraum.

 

Wurml´┐Żcher

Grafik 2.4.1 Aufbau eines Wurmloches

Wurml´┐Żcher sind nach den Schwarzen L´┐Żchern die bekannteste und beliebteste "verr´┐Żckte Idee" der Wissenschaftler, die aus einer "Was w´┐Żre wenn ..." ´┐Żberlegung entstanden sind und schlie´┐Żlich tats´┐Żchlich entdeckt wurden. Schon fr´┐Żh erkannte man, da´┐Ż Wurml´┐Żcher Br´┐Żcken "im" Raum sind , die zwei weit voneinander entfernte Punkte im Raum verbinden und da´┐Ż man in extrem kurzer Zeit die Entfernung zwischen diesen Punkten durch ein Wurmloch zur´┐Żcklegen k´┐Żnnte. Tats´┐Żchlich l´┐Ż´┐Żt sich dieses Gedankenger´┐Żst mit der Subraumtheorie erstaunlich einfach erkl´┐Żren. Als eine Anomalie im Raum erstreckt sich ein Wurmloch auch tief in den Subraum hinab, da dieser mit dem Normalraum verbunden ist. In einer Schicht, die gen´┐Żgend weit vom Normalraum entfernt ist, um sich von im gen´┐Żgend stark zu unterscheiden und gleichzeitig noch von der Anomalie beeinflu´┐Żt wird, bildet diese einen Schlauch zu einer anderen Anomalie, dem Endpunkt des Wurmlochs. Ein fiktiver Reisender w´┐Żrde ´┐Żber die Eingangsanomalie im Normalraum durch den Subraum zum Endpunkt reisen. Aufgrund der fehlenden Beschr´┐Żnkung auf Lichtgeschwindigkeit im Subraum w´┐Żrde seine Reise dabei nur von kurzer Dauer sein; er w´┐Żrde den Endpunkt viel schneller erreichen als dies auf direktem Wege durch den Normalraum m´┐Żglich w´┐Żre. Eine allgemeine Eigenschaft von Wurml´┐Żchern ist ihre Instabilit´┐Żt; ein oder beide Endpunkte fluktuieren und wechseln st´┐Żndig die Position, weshalb diese Ph´┐Żnomene normalerweise nicht technisch nutzbar sind. Eine Ausnahme bilden k´┐Żnstlich angelegte Wurml´┐Żcher. Das einzig bekannte ist das Bajoranische, in dem seine Erbauer, bekannt als die "Bajoranischen Propheten", losgel´┐Żst von Zeit und Raum leben. Aufgrund ihrer Instabilit´┐Żt fallen normale Wurml´┐Żcher nach vielen Milliarden Jahren zusammen, sie werden zu Mikrowurml´┐Żchern. Aufgrund der Untrennbarkeit von Raum und Zeit gibt es ´┐Żbrigens auch Wurml´┐Żcher, die statt 2 Punkte im Raum 2 Punkte in der Zeit verbinden und solche, die sowohl Raum als auch Zeit ´┐Żberbr´┐Żcken. Diese sind jedoch viel seltener anzutreffen als "normale" raum-´┐Żberbr´┐Żckende Wurml´┐Żcher.

Bezeichnung Position Typ Verlauf
Barzanisches Wurmloch Barzan System Normales Wurmloch Alpha- zu Deltaquadrant
Bajoranisches Wurmloch Bajoranischer Sektor K´┐Żnstliches Wurmloch Alpha- zu Gammaquadrant
"Harry Kim"-Wurmloch Deltaquadrant Mikrowurmloch Delta- zu Alphaquadrant; 20 Jahre in Vergangenheit

Tabelle 2.4.1 Bekannte Wurml´┐Żcher

 

Bild 2.4.1 Bajoranisches Wurmloch

Bild 2.4.2 Barzan-Wurmloch

Bild 2.4.3 "Harry Kim"-Wurmloch

 

Temporale Anomalien

Grafik 2.4.2 Aufbau einer temporalen Anomalie

´┐Żhnlich wie temporale Wurml´┐Żcher verhalten sich Temporale Anomalien. Als Ende des 21. Jahrhunderts beim Vordringen in den Raum die ersten dieser Risse in der Raumzeit entdeckt worden, konnte man sie noch nicht eindeutig als Subraumph´┐Żnomen klassifizieren. ´┐Żhnlich wie die temporalen Wurml´┐Żcher stellen sie jedoch nicht anderes als eine durch einen "Ri´┐Ż" an der Oberfl´┐Żche entstandene, durch den Subraum unregelm´┐Ż´┐Żig verlaufende Verbindung zu einem anderen Punkt in der Zeit dar. Dieser Ri´┐Ż in der Raumzeit kann bei gr´┐Ż´┐Żeren "galaktischen Unf´┐Żllen" wie Hyper Novae oder dem Zusammensto´┐Ż von Galaxien entstehen, aber auch bei fehlerhafte Subraummanipulation durch die fortgeschrittene Subraumtechnologie. Sobald eine temporale Anomalie entstanden ist, entsteht ein willk´┐Żrlicher Pfad durch den Subraum. Die Anomalie hat jedoch nicht genug Energie um bis zu einem anderen Universum durchzubrechen, stattdessen kehrt der durch sie gebildete Pfad durch den Subraum zur "Oberfl´┐Żche" zur´┐Żck und bildet dort eine zweite Anomalie. hat Temporale Anomalien sind dabei im Gegensatz zu den Wurml´┐Żchern, die beim Urknall in die Struktur der Raumzeit und des Subraums "eingewoben" worden sind, ein spontan entstehendes Ph´┐Żnomen, das nach nur kurzer Lebensdauer wieder verschwindet, sobald sich der Ri´┐Ż in der Raumzeit und im Subraum verschlossen hat. Sie sind f´┐Żr eine kurze Zeitspanne permanent ge´┐Żffnet und noch viel instabiler und unberechenbarer als Wurml´┐Żcher. Trotzdem lassen sich auch Temporale Anomalien k´┐Żnstlich erzeugen: eine im sp´┐Żten 24. Jahrhundert von den Borg adaptierte Technologie erlaubt es, mit Hilfe von chronitonischen Partikeln einen zeitlich begrenzt stabilen Tunnel durch die Zeit zu schaffen. Wie schon die Wurml´┐Żcher sind aber auch solche Subraumrisse auf Raum und Zeit anwendbar, weshalb es auch spontan auftretende, instabile Anomalien gibt, die zu einem anderen Punkt im Raum oder einem anderen Punkt in Raum und Zeit f´┐Żhren. 

    Bild 2.4.4 Temporale Anomalie

 

Verbindungen zu anderen Universen

Grafik 2.4.3 Aufbau eines Tunnels zu einem anderen Universum*

Wie schon erw´┐Żhnt, ist zum Eindringen in den Subraum und Schaffen eines Tunnels durch diesen eine unvorstellbar hohe Energie n´┐Żtig, die bisher lediglich von nat´┐Żrlichen Ph´┐Żnomenen galaktischen Ausma´┐Żes erbracht werden kann. Noch seltener sind Ereignisse im Universum, die so massive Einwirkung auf den Normal- und den Subraum haben, da´┐Ż sie es schaffen, gen´┐Żgend "tief" in den Subraum einzudringen um zu den Subraumschichten zu gelangen, die so "universell" sind, da´┐Ż sie die Verbindung zu anderen Universen oder Dimensionen erm´┐Żglichen. Dabei wird so viel Energie freigesetzt, da´┐Ż das gesamte Raumzeit - Kontinuum besch´┐Żdigt oder sogar zerst´┐Żrt werden kann; temporale Wellen und zahlreiche Risse im Subraum sind auf jeden Fall die Folge. Man kann sich diese Verbindung also als einen unkontrollierbaren, irreparablen Durchbruch durch Normal- und Subraum vorstellen, der extreme Sch´┐Żden in beiden hervorrufen kann. Temporale Anomalien und Wurml´┐Żcher stellen im Gegensatz dazu zwei ´┐Żrtlich und zeitlich viel beschr´┐Żnktere und wenig energieintensive Manipulationen des Subraums dar. Wegen der unvorhersehbaren Effekte von Verbindungen zu anderen Universen mu´┐Żten ´┐Żbrigens die Forschungen von Dr. Paul Manheim in den 2360ern ´┐Żbrigens eingestellt werden; wie vorhergesagt kam es zu zahlreichen Fehlern in Raumzeit und Subraum, die bei weiteren Aufrechterhaltung der Verbindung eine Zerst´┐Żrung unseres Universums zur Folge gehabt h´┐Żtten.

*Anmerkung: Diese vereinfachte Darstellung ist in der Beziehung nicht ganz korrekt, als da´┐Ż wie bei Wurml´┐Żchern und temporalen Anomalien der Tunnel zu anderen Universen nicht durch den gesamten Subraum, sondern ´┐Żber eine beliebige Schicht desselben verl´┐Żuft, die im Gegensatz zu den anderen Ph´┐Żnomenen aber wesentlich "tiefer" liegt. Deshalb sind auch von einem Universum Tunnel zu beliebig vielen anderen Universen m´┐Żglich; jede dieser tiefen Subraumschichten erlaubt den Zugang zu einem anderen Universum.

 

Subraumverzerrungen

Grafik 2.4.4 Entstehung einer Subraumverzerrung

Nur ´┐Żu´┐Żerst wenige Ereignisse im Universum sind so massiv und energiereich, das sie es schaffen, einen Tunnel im Subraum oder gar einen Durchbruch zu anderen Universen hervorzurufen. Jedoch beinahe jedes Ereignis von gen´┐Żgender Intensit´┐Żt, auch ein k´┐Żnstliches, ruft Subraumverzerrungen hervor. Eine Subraumverzerrung k´┐Żnnte man als eine vom Normalraum auf den Subraum ´┐Żbertragene "Ersch´┐Żtterung" definieren, die eine geringf´┐Żgige Verschiebung der Subraumschichten zur Folge hat, ohne aber einen Bruch oder Ri´┐Ż zu verursachen. Wie das Vibrieren einer Stimmgabel klingt dieses Ph´┐Żnomen ´┐Żrtlich und zeitlich begrenzt und verschwindet deshalb nach einiger Zeit von selbst. Subraumverzerrungen stellen also eine Art Schwingung im Subraum dar; in niedrigen Subraumschichten k´┐Żnnen sie mit elektromagnetischen Wellen verglichen werden, da diese niedrigen Schichten noch stark mit dem Normalraum verbunden sind und dabei sehr dem normalen elektromagnetischen Feld ´┐Żhneln. Die St´┐Żrke dieser Schwingungen wird zur Ehrung des Erfinders des Warpantriebs in Cochrane (CH) angegeben, wobei Verzerrungen, die nicht durch ein Warpfeld verursacht werden aufgrund ihrer geringen St´┐Żrke normalerweise in Millicochrane (mCH) gemessen werden. Subraumverzerrungen sind nur mit speziellen Subraum- nicht jedoch mit normalen Sensoren feststellbar und entstehen auf nat´┐Żrlichem Wege durch Supernovae und andere energiereiche Raumph´┐Żnomene oder auf k´┐Żnstlichem bei jeder modernen Subraummanipulationstechnologie. Auch Subraumfelder erzeugen Subraumverzerrungen.

  

2.5 Subraumfelder

Grafik 2.5.1 Modell eines Subraumfeldes

Normalerweise sind Subraum und Normalraum unaufhebbar voneinander getrennt, auch niedrige Schichten, die dem Normalraum extrem ´┐Żhnlich zu sein scheinen, sind doch durch eine gigantisch gro´┐Że Energiebarriere von unserer Raumzeit abgegrenzt. Trotzdem "flie´┐Żt" eine Subraumschicht manchmal in den Normalraum hinein - auf nat´┐Żrlichen wie auf k´┐Żnstlichem Wege. Eine solche sph´┐Żrische "Blase" einer Subraumschicht im normalen Raum bezeichnet man als Subraumfeld. Je tiefer eine Schicht im Subraum ist, desto mehr Energie ist erforderlich, um sie in unsere Raumzeit zu "ziehen" und sie zu stabilisieren. Niedrige Schichten ´┐Żhneln dem Normalraum sehr und sind eng mit ihm verbunden - deshalb ist es relativ leicht, ein Subraumfeld, das dann sehr einem elektromagnetischen Feld ´┐Żhnelt, aus ihr zu erschaffen. Tiefe Schichten dagegen, die losgel´┐Żst von unserem Raum sind und sich deutlich von ihm unterscheiden, sind, k´┐Żnnen nur mit riesigem Energieaufwand im Normalraum existieren und sind fast immer instabil, brechen also wie ein Ballon mit extremen Unterdruck sofort wieder zusammen. Daf´┐Żr sind sie so m´┐Żchtig, das sie als Zugang zu anderen Universen dienen k´┐Żnnen (z.B. eine statische Warpschale). Beim "Ziehen" einer Subraumblase bzw. eines Subraumfeldes aus dem Subraum werden die Subraumschichten geringf´┐Żgig verschoben und der Subraum zum "Schwingen" gebracht - eine Subraumverzerrung entsteht (in diesem Fall spricht man auch von einer Subraumfeldverzerrung). Jedes Subraumfeld erzeugt dabei eine andere Schwingung, abh´┐Żngig vom Energielevel der ihr zugrundeliegenden Subraumschicht. Tiefe Schichten erzeugen logischerweise gro´┐Że, niedrige Schichten relativ geringe Subraumverzerrungen. Deshalb wird die St´┐Żrke von Subraumfeldern genau wie die St´┐Żrke von Subraumverzerrungen in Cochrane bzw. Millicochrane (CH, mCH) gemessen, da beide Gr´┐Ż´┐Żen zusammenh´┐Żngen. Nat´┐Żrliche Subraumfelder haben eine untergeordnete Bedeutung; sie treten eher als Nebenerscheinung bei den anderen Subraummanipulationen auf. K´┐Żnstliche Subraumfelder hingegen sind von immenser Bedeutung, durch sie ist die Beeinflussung des Normalraums mit weit weniger Energie m´┐Żglich als dies bei direkter Manipulation des Subraums der Falle w´┐Żre. Subraumfelder sind normalerweise unsichtbar, beim hinreichend starken Einwirken von Energie (z.B. durch einen Phaserstrahl) auf das Feld wird jedoch Cerenkow-Strahlung freigesetzt, f´┐Żr den Beobachter sichtbar als blauer Blitz. Die bekannteste Anwendung von Subraumfeldern sind die Warpfelder; bei diesen handelt es sich um assymmetrische Felder mit einer St´┐Żrke von mindenstens 1000 Millicochrane / 1 Cochrane, die zur Beschleunigung eines Raumschiffes auf ´┐Żberlichtgeschwindigkeit genutzt werden. Neben den asymmetrischen Subraumfeldern gibt es auch symmetrische, die wieder andere Eigenschaften besitzen. Allen Subraumfeldern ist gemein, das sie auch im Normalraum die Eigenschaften des Subraums besitzen und losgel´┐Żst von unserer Raumzeit sind - je nach St´┐Żrke mehr oder weniger ausgepr´┐Żgt. So k´┐Żnnen einerseits die ver´┐Żnderten Eigenschaften z.B. zum Ver´┐Żndern der Masse eines eingeschlossenen Objekt genutzt werden oder die Unabh´┐Żngigkeit vom Normalraum, um dessen physikalische Eigenschaften zu umgehen. Genau dies wird auf extrem komplizierte und doch wieder einfache Weise bei der bekanntesten Subraumtechnologie genutzt - dem Warpantrieb.

Bezeichnung Beschreibung
Symmetrisches Subraumfeld Standardsubraumfeld, das sich vom Normalraum unterscheidende Eigenschaften (Maximalgeschwindigkeit, Gravitationskonstante u.a.) besitzt.
Asymetrisches Subraumfeld Als Warpfeld mit St´┐Żrken ab 1000 Millicochrane und sich unterscheidenden Feldschichtenwerte zum ´┐Żberlichschnellen Antrieb von Raumschiffen genutzt.

Tabelle 2.5.1 Arten von Subraumfeldern

  

3. Die Nutzung des Subraums

3.1 Einf´┐Żhrung

Die Entwicklung der Newtonschen Physik im 17. Jahrhundert f´┐Żhrte zu v´┐Żllig neuen Erfindungen in der Mechanik. Die Quantenphysik ihrerseits machte die Computerevolution im 20. Jahrhundert und andere komplizierte elektronische Anwendungen erst m´┐Żglich. So f´┐Żhrte auch die Entdeckung und Erforschung des Subraums im 21. und 22. Jahrhunderts zu einer tiefgreifenden Ver´┐Żnderung des Lebens der Menschen. Selbst heute noch werden in diesem vermeintlich komplexen und schwierigen Wissenschaftszweig noch Erfindungen f´┐Żr den Alltag gemacht, vor allem aber werden bestehende Entwicklungen durch die Erweiterung des Wissens ´┐Żber den Subraums noch leistungsf´┐Żhiger und m´┐Żchtiger gemacht.

  

3.2 Nutzung von Subraumfeldern

Warpantrieb

Weiterentwicklungen

Klasse Einsatzbeginn H´┐Żchstgeschwindigkeit "Umweltfreundlich" Variables Warpfeld
Nebula Klasse 2350 Warp 9.2 nein nein
Galaxy Klasse 2358 Warp 9.6 nein nein
Defiant Klasse 2370 Warp 9.8 nein nein
Sovereign Klasse 2370 Warp 9.95 ja nein
Intrepid Klasse 2370 Warp 9.975 ja ja

Tabelle 3.2.1 Weiterentwicklung des Warpantriebs in den letzten 20 Jahren

  

3.3 Nutzung des Subraums selbst

Subraumkommunikation

Da, wie schon erw´┐Żhnt, niedrige Subraumfelder dem elektromagnetischen Feld ´┐Żhneln, funktioniert auch die Subraumkommunikation auf ´┐Żhnliche Weise wie der normale Funk, nur eben auf Subraumebene. So wird die bestimmte (niedrige) Subraumschicht in modulierte Schwingungen gebracht, so da´┐Ż ein wellenf´┐Żrmiges Signal entsteht. Da es sich anders ausgedr´┐Żckt nur um eine Reihe k´┐Żnstlich erzeugte Subraumverzerrungen handelt (die dann auch zum Nachweis von Subraumkommu nikation dienen), kann man das Subraumsignal nach seiner St´┐Żrke in mCH und nach seiner Energiesignatur in geV messen. Zus´┐Żtzlich greift man auch auf die alte Einheit Gigahertz (GHz) zur´┐Żck, um die Frequenz des Signals, also die Anzahl der Subraumschwingungen pro Sekunde, anzugeben. Der Vorteil der Subraumkommunikation gegen´┐Żber der Normalkommunikation ist, da´┐Ż sie nicht an die begrenzenden Eigenschaften des Normalraums gebunden ist. Die Welle wird vollst´┐Żndig ´┐Żber den Subraum ´┐Żbertragen, und bewegt sich deshalb mit ´┐Żberlichtgeschwindigkeit. Die genaue Geschwindigkeit ist von der St´┐Żrke der Verzerrungen (besser gesagt: vom Verh´┐Żltnis der der St´┐Żrke Verzerrungen zur St´┐Żrke/Energiesignatur der verwendeten Subraumschicht) und kann ´┐Żber die Energiezuf´┐Żhrung kontrolliert werden. Wie Funksignale haben aber auch Subraumsignale den Nachteil, mit der Zeit schw´┐Żcher zu werden. Bei der Subraumkommunikation hei´┐Żt das konkret: mit der Zeit verl´┐Ż´┐Żt das Signal seine Schicht und strebt der "Oberfl´┐Żche" zu, d.h. irgendwann verl´┐Ż´┐Żt es den Subraum und wird zu einem normalen EM-Signal, die aber aufgrund der Phasenverschiebung seine Informationen verloren hat. Je tiefer man ein Signal aber im Subraum erzeugt (also je tiefer die modulierte Schicht liegt), desto mehr Energie ist zur Erzeugung n´┐Żtig und desto st´┐Żrker sind die auftretenden Schwingungen/Verzerrungen. Das hat jedoch zur Folge, da´┐Ż das Signal stabiler ist und einen l´┐Żngeren Zeitraum im Subraum verbleibt, bevor es verlorengeht.

   

4. Anhang

4.1 Einheiten

Einheit Abk´┐Żrzung Beschreibung
Cochrane Ch Ma´┐Ż der Subraumphysik, benannt nach dem Erfinder des Warpantriebs, Zefram Cochrane. Gibt die St´┐Żrke einer Subraumverzerrung an und wird wegen der Verbindung zwischen Subraumfeldern und -verzerrungen auch zur Angabe der St´┐Żrke von Warpfeldern genutzt. Kleinere Subraumverzerrungen bzw. schw´┐Żchere Subraumfelder werden in Millicochrane (mCH) gemessen. 1000 Millicochrane ergeben ein Cochrane.
Elektronenvolt eV In der modernen Physik, vor allem f´┐Żr subatomare Proozesse verwendetes Ma´┐Ż der Energie. 1 Elektronenvolt enspricht dabei der Bewegungsenergie, die ein Elektron bei der Beschleunigung in einem elektrischen Feld mit 1 Volt Potential erh´┐Żlt. Das Elektronenvolt wurde im 21. Jahrhundert von der Subraumphysik ´┐Żbernommen, um das Energiepotenial der Subraumschichten anzugeben. Dabei wird das Gigaelektronenvolt (GeV) verwendet, das einer Milliarde Elektronenvolt entspricht.
Hertz Hz Universelles Ma´┐Ż der Frequenz, das fr´┐Żher f´┐Żr elektromagnetische, heute auch f´┐Żr Subraumschwingungen verwendet wird. Die Einheit gibt dabei die Anzahl der Schwingungen in der Sekunde an. In der Subraum- und Hochenergiephysik wird dabei meistens das Gigahertz (GHz) verwendet, das 1 Hertz bzw. 1 Milliarde Schwingungen in der Sekunde entspricht.
Vielfaches der Lichtgeschwindigkeit c Wird in der Warpphysik parallel zum Warpfaktor verwendet, um eine ´┐Żberlichgeschwindigkeit anzugeben. 1c entspricht der einfachen, 2c der doppelten Lichtgeschwindigkeit usw.
Lichtjahr Lj Astronomisches Ma´┐Ż der Entfernung, das die Strecke angibt, die das Licht in einem Standardjahr zur´┐Żcklegt (9.461 Billionen km).
Watt W Konventionelle Ma´┐Żeinheit der Leistung, da´┐Ż h´┐Żufig parallel zum Millicochrane verwendet wird, um die St´┐Żrke von Kraftfeldern und anderen Subraumfeldern anzugeben. In diesem Zusammenhang wird das Gigawatt (GW) genutzt, das 1 Milliarde Watt entspricht.
Warpfaktor Warp Speziell auf die Warpphysik abgestimmtes Geschwindigkeitsma´┐Ż, da´┐Ż auf einer asymptotischen Skala die scheinbare ´┐Żberlichtgeschwindigkeit eines Objekt von Warp 1 (= Lichtgeschwindigkeit) bis Warp 10 (unerreichbare, theoretische Geschwindigkeit) angibt.

 

4.1 Abk´┐Żrzungen

Abk´┐Żrzung Bedeutung Beschreibung
FTL Faster than Light Pr´┐Żfix f´┐Żr Ger´┐Żte, Ereignisse und Vorg´┐Żnge mit ´┐Żberlichtgeschwindigkeit, z.B. FTL-Antrieb.

EM

Electromagnetic Pr´┐Żfix f´┐Żr Ger´┐Żte, Ereignisse und Vorg´┐Żnge, die auf dem elektromagnetischen Feld beruhen, z.B. EM-Signal.

STL

Slower than Light Pr´┐Żfix f´┐Żr Ger´┐Żte, Ereignisse und Vorg´┐Żnge mit Unterlichtgeschwindigkeit.

STM

Subspace Transceiver Module Hochintegriertes, in Tricordern, Padds und vielen anderen Subraumger´┐Żten verwendetes Bauteil zum Senden und Empfangen von Subraumsignalen.

 

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