Star Trek Kartographie ZurŘck zur Kartographie ▄bersicht
 
 
3.1 Die Vereinigte F´┐Żderation der Planeten
3.1.1 Die Lage der F´┐Żderation
3.1.2 Die Gr´┐Ż´┐Że und Struktur der F´┐Żderation

 

Die F´┐Żderation ist das gr´┐Ż´┐Żte bekannte interstellare Planetenb´┐Żndnis in der Star Trek Galaxis und die wichtigste Macht im Alpha- und Betaquadranten. Sie ist sozusagen unser "Zuhause", da sie innerhalb von Star Trek unsere kulturellen und moralischen Werte und die menschlichen Tugenden vertritt. Star Trek: The Original Series, Star Trek: The Next Generation und viele der Kinofilme spielten oft innerhalb ihrer Grenzen, Star Trek: Deep Space Nine seltener und Star Trek: Voyager fast ´┐Żberhaupt nicht. Trotz ihres ´┐Żberragenden Stellenwerts f´┐Żr die Star Trek Saga wissen wir nicht sehr viel ´┐Żber die Planetenallianz, die uns in 35 Jahren ans Herz gewachsen ist. Deshalb soll im folgenden Kapitel so viel wie m´┐Żglich ´┐Żber ihre Lage, Struktur, Gr´┐Ż´┐Że und Gestalt herausgefunden werden. photo311.gif (10959 Byte)

 

3.1.1 Die Lage der F´┐Żderation

Die Vereinigte F´┐Żderation der Planeten liegt - da sind sich alle offiziellen Karten einig - im Herzen des bekannten Star Trek Universums, etwa 24000 ly vom galaktischen Zentrum entfernt im Lokalen Arm der Milchstra´┐Że. Sie ist unter die gr´┐Ż´┐Żte der sechs bekannten M´┐Żchte im erforschten Raum und erstreckt sich als einzige ´┐Żber 2 Quadranten - den Alpha- und den Betaquadranten, weshalb die F´┐Żderation im von allen M´┐Żchten unterzeichneten Jankata Abkommen eine Sonderrolle einnimmt.
Obwohl sich die Quadrantengrenze, auf auf der sich der wichtigste Planet - die Erde mit dem Sitz des F´┐Żderationsrates, dem B´┐Żro des F´┐Żderationspr´┐Żsidenten und dem Hauptquartier der Sternenflotte - befindet, fast in der Mitte des Territoriums der F´┐Żderation liegt, ist der im Alphaquadranten liegende Anteil an der Gesamtfl´┐Żche doch gr´┐Ż´┐Żer als der im Betaquadranten liegende Teil.

Umringt von den 5 anderen gr´┐Ż´┐Żeren Allianzen und Imperien und dutzenden kleineren wie den Talarianern, den Tzenkethi, den Gorn  und den Trill ist die F´┐Żderation eine klassische Mittelmacht - sie ist ein "Verbindungsst´┐Żck" zwischen den klassischen Imperien der Klingonen und Romulaner an der Ostgrenze im Betaquadranten sowie den erst im 24. Jahrhundert entdeckten Gebieten der Cardassianischen Union, Bajors, Ferenginars und der Breen an der Westgrenze im Alphaquadranten.

 

3.1.2 Die Gr´┐Ż´┐Że und Struktur der F´┐Żderation

Die Vereinte F´┐Żderation der Planeten geh´┐Żrt zweifelsfrei zur gr´┐Ż´┐Żten Macht im Alpha- und Betaquadranten, jedoch ist die offiziell festgelegte Ausdehnung der F´┐Żderation so gro´┐Ż, da´┐Ż die sich daraus ergebenden Probleme nicht ohne weiteres abgetan werden k´┐Żnnen, sondern eine L´┐Żsung bed´┐Żrfen. Letztendlich ist dies nicht ohne eine komplexe Theorie m´┐Żglich, die im folgenden Abschnitt, nach Untersuchung der Aspekte "pro gro´┐Że F´┐Żderation" und der "contra gro´┐Że F´┐Żderation" entwickelt werden soll.

1. Die offizielle Gr´┐Ż´┐Że

Um es ohne Umschweife zu sagen: die Star Trek Enzyklop´┐Żdie legt den Durchmesser der F´┐Żderation mit einem   Durchmesser von 10000 ly fest, eine Gr´┐Ż´┐Że, die auch von allen anderen offiziellen Dokumentationen unterst´┐Żtzt wird und die mit Star Trek: First Contact auf 8000 ly pr´┐Żzisiert wurde. Zwar gibt es kaum weitere definitive Informationen zur Ausdehnung der F´┐Żderation, doch wird von offizieller Seite, insbesondere durch die ber´┐Żchtigten "Milchstra´┐Żenkarten", in denen jede Macht ein Gebiet von mehreren (zehn)tausenden Lichtjahren kontrolliert, der Anschein erweckt, die F´┐Żderation w´┐Żrde sich in einem mehr oder weniger geschlossenem Territorium ´┐Żber die ganzen 8000 ly erstrecken.
Doch was ist falsch an dieser "Theorie von einer gro´┐Żen F´┐Żderation" (TGF)?   Ganz einfach: sie ist vom technischen Standpunkt (n´┐Żmlich den Limitationen des Warpantriebs) v´┐Żllig unm´┐Żglich und widerspricht in jeder Hinsicht dem Alltag der Sternenflotte, den wir sowohl bei TNG als auch DS9 beobachten k´┐Żnnen. Innerhalb weniger Tage, Wochen, in Einzelf´┐Żllen auch Montate erreichen Raumschiffe ihr Ziel und reisen kreuz und quer durch die F´┐Żderation. Doch Warp ist - und diese Information ist sowohl offiziell gesichert als auch in einer Vielzahl von Folgen best´┐Żtigt worden - bei weitem nicht so schnell, wie es die Autoren gerne h´┐Żtten, und somit w´┐Żren - das gibt die Enzyklop´┐Żdie unumwunden zu - viele Jahre zum Durchqueren der F´┐Żderation n´┐Żtig. Mal davon abgesehen, da´┐Ż ein solch aufgebl´┐Żhtes Reich extrem schwer und nur mit einer uneingeschr´┐Żnkt dezentralisierten Infrastruktur zusammenzuhalten w´┐Żre, ergibt sich noch ein weiteres, viel schwerwiegenderes Problem: aufgrund der offiziellen Lage von klingonischem Reich und cardassianischer Union an den einander gegen´┐Żberliegenden "Ost/West" Grenzen der F´┐Żderation w´┐Żren die Reisen der Enterprise-D in einem Jahr - mal in der N´┐Żhe der cardassianischen Grenze, mal beim klingonischen Territorium - und der klingonischen/romulanischen Flottenverb´┐Żnde in wenigen Wochen, vielleicht Monaten nach DS9 gar nicht m´┐Żglich. Auch die Voyager h´┐Żtte niemals nach ihre Indienststellung bei der Erde innerhalb von 3 Monaten die DS9 nahe Bajors und Cardassias erreichen k´┐Żnnen. Wie sehr die in den Folgen gezeigten und "offiziell" definierten Zeiten zum Durchqueren der F´┐Żderation abweichen, soll folgende Tabelle verdeutlichen:

Durchquerung der "offiziellen" F´┐Żderation (8000 ly)
bei Warp 6 bei Warp 8 bei Warp 9 bei Warp 9.6
20 Jahre 8 Jahre 5 Jahre 4 Jahre

Selbst bei H´┐Żchstgeschwindigkeit w´┐Żrde also ein Patrouillenschiff einige Jahre ben´┐Żtigen, um das riesige Reich lediglich einmal zu durchqueren - mal davon abgesehen, das die Schiffe des t´┐Żglichen Schiffverkehrs wie Frachter und Personentransporter meistens nur die Reisegeschwindigkeit von Warp 6 schaffen und zudem ´┐Żfters mal eine Sternenbasis zur Wartung angeflogen werden mu´┐Ż, was die horrende Reisedauer von Jahrzehnten weiter erh´┐Żht.

2. Die in den Episoden favorisierte Gr´┐Ż´┐Że

Obwohl die in den offiziellen Dokumentationen angebene offizielle Ausdehnung der F´┐Żderation zu oft und zu definitiv festgelegt wurde, als da´┐Ż sie nicht als gesicherte Basisgr´┐Ż´┐Że im Star Trek Universum betrachtet werden k´┐Żnnen, sind sich erstaunlicherweise die meisten Episoden und Filme, die ja letztendlich den gr´┐Ż´┐Żten Teil des Star Trek Universums aufgebaut haben, keineswegs einig ´┐Żber die Gr´┐Ż´┐Że der F´┐Żderation.
Gerade bei The Next Generation widersprechen sich die gezeigten Karten der Milchstra´┐Że, die meistens die offizielle F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że oder gar noch gr´┐Ż´┐Żere Raumbereiche darstellen, und die dann gezeigten Reisen auf geradezu eklatante Weise. Aber auch in anderen Serien stimmen Karten oder gegebene Entfernungen oft nicht mit den maximal m´┐Żglichen Reisezeiten (z.B. zwischen 2 Folgen) ´┐Żberein.
In Deep Space Nine ist dagegen der Ansatz einer realisitischen Neudefinierung der Entfernungen im Star Trek Universum erkennbar, da hier nur noch Ausschnitts-, keine ganzen Milchstra´┐Żenkarten mehr verwendet werden und die angesprochenen Abst´┐Żnde zu wichtigen Planeten (Cardassia, Ferenginar, Trill) alle im 100-ly-Bereich liegen.
Voyager ist bisher noch nicht in seinen dreidimensionalen, astrometrischen Karten auf die Gr´┐Ż´┐Że der F´┐Żderation eingegangen, doch l´┐Ż´┐Żt die permanente Ignorierung des Betaquadranten und zweifelhafte Ideen wie das Jankata Abkommen, das ja eigentlich f´┐Żr die F´┐Żderation als Interquadrantenmacht nicht zutreffen kann, schlimmes f´┐Żr die Zukunft vermuten.
Wie nun von den einzelnen Episoden und Filmen in den meisten F´┐Żllen die "Theorie einer kleinen F´┐Żderation" (TKF) unterst´┐Żtzt wurde, soll anhand einiger Beispiele n´┐Żher beleuchtet werden.

 

Star Trek: The Next Generation - [019] Die Verschw´┐Żrung

In dieser Folge sehen wir im Kommunikationsraum des Sternenflottenhauptquartiers eine sehr interessante Karte der Milchstra´┐Że, in der die F´┐Żderation in Form von dreidimensionalen K´┐Żstchen eingezeichnet ist. Der Form und Gr´┐Ż´┐Że der F´┐Żderation nach entspricht die Karte den anderen offiziellen, aber unsinnigen Karten. Ein K´┐Żstchen kann dabei aber nicht einen Sektor entsprechen, sondern mu´┐Ż einen gr´┐Ż´┐Żeren Raumbereich umfassen, da ein Sektor blo´┐Ż 20 ly ausmacht und wir danach nur auf eine Ausdehnung von rund 1000 ly kommen w´┐Żrden - was wiederum nicht mit dem Gr´┐Ż´┐Żenverh´┐Żltnis der F´┐Żderation in Bezug auf die gesamte Milchstra´┐Że auf der Karte ´┐Żbereinstimmt.

 

Star Trek: The Next Generation - [124] Das fehlende Fragment

Im Wissenschaftslabor zeigt uns Prof. Galen eine sehr ausf´┐Żhrlichste, leider aber nicht beschriftete Karte der Galaxis, die jedoch - ´┐Żhnlich wie die aus "Die Verschw´┐Żrung" - leider nicht sehr realistisch zu sein scheint, vor allem, weil die darin enthaltenen Entfernungen schon in der Folge selbst widerlegt werden: Professor Galen will tats´┐Żchlich - so zeigt er es in der Karte jedenfalls - innerhalb weniger Wochen von DS5 im ´┐Żu´┐Żersten Betaquadranten bis an den unteren Rand des Alphaquadranten nach Indri VIII fliegen - mit einem Shuttle! Es ist klar, da´┐Ż die Autoren mit der Karte nat´┐Żrlich einzelne Punkte genau unterscheiden wollten und deshalb so gro´┐Że Entfernungen w´┐Żhlten, wobei allerdings die F´┐Żderation im Gegensatz zu anderen Karten noch viel gr´┐Ż´┐Żer, etwa 20000 ly, ist.

 

Star Trek: Deep Space Nine - [019] Blasphemie

In Keiko O'Briens Schule sehen wir an der Wand einige sehr interessante Darstellungen - darunter eine Karte der Milchstra´┐Że, die einem merkw´┐Żrdig bekannt vorkommt, und bei der es bei n´┐Żherer Betrachtung tats´┐Żchlich um eine erweiterte Version der Karte aus [TNG] Die Verschw´┐Żrung handelt. Die einzelnen Sterne innerhalb der kubischen Raumbereiche sind nun beschriftet, und eine Gradeinteilung der Bereiche ist erkennbar. War es in [TNG] Die Verschw´┐Żrung noch eine Kommunikationskarte der F´┐Żderation, wurden die Raumbereiche nun als der gesamte bekannte Bereich der Galaxis umgedeutet. Dementsprechend sind nicht nur Welten der F´┐Żderation, sondern auch die Hauptpplaneten aller anderen bekannten Imperien des Alpha- und Betaquadranten, darunter Bajor, Cardassia, Q'onoS, Romulus und Trill, verzeichnet.
Obwohl es sich also zweifelsohne um die vollst´┐Żndigste und detaillierteste Karte des gesamten erforschten Raumes handelt, die je bei Star Trek zu sehen war, entspricht sie doch nicht der Realit´┐Żt, sondern ist "nur" eine der vielen als visuelle Bereicherung der Serie erstellten Karten, die eben nicht auf Basis der vielen im Laufe der Jahre etablierten Fakten und Entfernungen sowie Informationen aus der realen Astronomie gezeichnet wurden. Dies beweist die falsche Lage bzw. Entfernung der enthaltenen realen Sterne Alpha Centauri, Tau Ceti, Sirius, Rigel und Deneb, und die von den Reisen in den einzelnen Episoden nicht best´┐Żtigten Positionen von einigen der enthaltenen Planeten, z.B. Trill und Q'onoS, die beide viel zu weit abseits liegen. Auf jeden Fall aber scheint die Karte, wenn man die Entfernungen der richtig eingezeichneten realen Sterne als Ma´┐Żstab verwendet, ebenfalls die "Theorie einer kleinen F´┐Żderation" zu unterst´┐Żtzen.

 

Star Trek: Deep Space Nine - [069] Familienangelegenheiten / [073] Der Weg des Kriegers (1)

"Cestus III liegt am anderen Ende der F´┐Żderation, soweit entfernt, da´┐Ż eine Subraumbotschaft fast 3 Monate unterwegs ist."

"Cestus III ist fast 8 Wochen bei Maximum Warp von der Station entfernt."

Das gleich zweimal Angaben zur Entfernung eines Grenzpunktes der F´┐Żderation im Betaquadranten gemacht werden, ist ein unerwarteter Gl´┐Żcksfall. Jedoch sind zumindest in der ersten Aussage die Zahlenangaben auf jeden Fall falsch - denn eine verst´┐Żrkte Subraumbotschaft (V = Warp 9.9999 = 199516c) kann in 90 Tagen fast 50000 ly ´┐Żberbr´┐Żcken, was wohl "etwas" zu viel f´┐Żr den Durchmesser der F´┐Żderation ist. Jedoch ist die zweite Angabe unter Voraussetzung der ersten (Cestus III als Fixpunkt an der "Ost"grenze der F´┐Żderation) schon sehr viel hilfreicher. Auch wenn wir nicht genau wissen, was genau mit "H´┐Żchstgeschwindigkeit" gemeint ist, k´┐Żnnen wir von einem Wert zwischen Warp 9 und Warp 9.9 ausgehen - woraus sich dann ein kleiner F´┐Żderationsdurchmesser von 200-500 ly ergibt.

 

Star Trek: Deep Space Nine - [104] Immer die Last mit den Tribbles

"Wir sind fast 200 ly von unserer vorherigen Position [nahe Cardassia] entfernt [...] Wir kreisen um K7, eine der alten Deep Space Stationen nahe der klingonischen Grenze."

Diese Information hat nicht direkt etwas mit der F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że zu tun, doch da die cardassianische und klingonische Grenze als "Ost/West" Grenze der F´┐Żderation ihren Durchmesser definieren, l´┐Ż´┐Żt sich sehr wohl etwas ´┐Żber die F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że sagen. Sie zeigt eindeutig, da´┐Ż die F´┐Żderation kleiner als 200 ly in ihrem horizonalen Durchmesser sein mu´┐Ż. Es l´┐Ż´┐Żt sich sogar noch genauer bestimmen: aus dem ST:DS9 TM wissen wir, da´┐Ż die Sternenbasis 375 (die an der F´┐Żderationsgrenze liegt) etwa 30 ly von DS9, dessen Entfernung zur Defiant bei ihrem Zeitsprung nur wenige Lichtjahre betr´┐Żgt, entfernt ist. Es wird also von etwa 170 ly ausgegangen, was wiederum die "Theorie einer kleinen F´┐Żderation" unterst´┐Żtzt, allerdings im Vergleich zu anderen DS9 Episoden etwas zu wenig ist. Es l´┐Ż´┐Żt sich allerdings immer noch argumentieren, das Dax erheblich aufgerundet hat und das K7 sehr weit "unten" an der F´┐Żderationsgrenze liegt, was die Entfernung zu DS9 vergr´┐Ż´┐Żert wiedergeben w´┐Żrde.

 

Star Trek: Deep Space Nine - [075] Der Besuch

"Deshalb erschien er immer in Ihrer N´┐Żhe, selbst wenn Sie hunderte Lichtjahre von der Stelle, an der der Unfall passierte, entfernt waren."

Dieses Zitat ´┐Żhnelt sehr dem aus [DS9] Immer die Last mit den Tribbles, aber diesmal wird der Abstand Erde-DS9 direkt erw´┐Żhnt. Jedoch scheint uns das nicht viel zu helfen, denn eine exakte Zahlenangabe ist nicht erw´┐Żhnt. Trotzdem wird mit der Aussage, das die Erde "hunderte" (und nicht tausende oder gar zehntausende, wie man angesichts der offiziellen F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że meinen k´┐Żnnte) Lichtjahre von DS9 entnfernt ist, eine betr´┐Żchtlich kleinere F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że unterst´┐Żtzt.

 

Star Trek: Deep Space Nine - [146] Valiant

"Die Trainingsreise sollte 3 Monate dauern [...] Unsere Mission bestand darin, die gesamte F´┐Żderation zu umfliegen [...]"

Auch diese Information wei´┐Żt auf eine viel kleinere und logischere Ausdehnung der F´┐Żderation hin. Nat´┐Żrlich ist eine ´┐Żberwindung von 10000 ly (wobei der Umfang der F´┐Żderation in diesem Fall noch viel gr´┐Ż´┐Żer w´┐Żre) in 3 Monaten selbst bei der nur wenige Stunden einhaltbare Maximalgeschwindigkeit (bei Schiffen der Defiant Klasse: Warp 9.982) v´┐Żllig unm´┐Żglich. Gehen wir von der H´┐Żchstgeschwindigkeit der Defiant Klasse auf Dauer aus - Warp 8.9 (ab Warp 9 haben Schiffe dieser Klasse Schwierigkeiten mit der Intigrit´┐Żt), so ergibt sich bei einer Zeit von 3 Monaten ein maximaler F´┐Żderationsumfang von 361 ly und damit ein maximaler Durchmesser von nur 90.25 ly bei einer ann´┐Żhernd quadratischen Form. Tats´┐Żchlich scheint eine F´┐Żderation mit einem Durchmesser von unter hundert Lichtjahren das ab der 6. Staffel von DS9 favorisierte Modell zu sein - auch wenn eine zu kleine Ausdehnung genauso problematisch wie eine zu gro´┐Że ist.

90 Tage bei ... Umfang der F´┐Żderation L´┐Żnge/Breite bei quadratischer Form
Warp 8 253 ly 63.25 ly
Warp 8.9 361 ly 90.25 ly
Warp 9.8 617 ly 154.25 ly

 

Star Trek: First Contact

"Die F´┐Żderation besteht aus 150 Planeten, verteilt ´┐Żber 8000 ly"

Der einzige Kinofilm, der eine Aussage zur Gr´┐Ż´┐Że der F´┐Żderation macht, scheint in Fortf´┐Żhrung der Tradition von The Next Generation, in dem weit entfernt gelegene Bereiche der F´┐Żderation erkundet wurden, und im Gegensatz zu Deep Space Nine, das alle Hauptplaneten und Imperien auf wenige hundert Lichtjahre zusammenr´┐Żckte, klar das Modell einer gro´┐Żen F´┐Żderation zu unterst´┐Żtzen.
Es untermauert die
in der Offiziellen Star Trek Enzyklop´┐Żdie festgelegte Ausdehnung von 10000 ly nicht nur, sondern pr´┐Żzisiert sie zudem, wobei die Dialogstelle allerdings keinerlei Bezug zur Handlung hat, sondern eine allgemeing´┐Żltige, theoretische Aussage zu sein scheint.

Neben diversen Dialogstellen in Episoden und Filmen gibt es jedoch noch eine Reihe weiterer Argumente, die f´┐Żr die eine oder andere der Theorien sprechen.

 

3. Die F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że in Bezug auf die Sektorennumerierung

Die maximale F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że l´┐Ż´┐Żt sich mit etwas Mathematik jedoch auf anderem Wege berechnen, n´┐Żmlich ´┐Żber die Sektorennumerierung. Die F´┐Żderationssektoren am ´┐Żu´┐Żersten "Westrand", nahe der cardassianischen Union, tragen bekanntlich f´┐Żnfstellige Nummern, um die 25000 ([TNG] Der Rachefeldzug u.a.). Da diese Sektoren zuletzt zur F´┐Żderation hinzugekommen sind (Ausdehnung der F´┐Żderation im 24. Jahrhundert nur im Alphaquadranten - siehe Abschnitt "Wachstum"), k´┐Żnnen wir also von maximal 25000 Sektoren ausgehen, auch wenn es wahrscheinlich erheblich weniger sind, da die Sektorennumerierung nicht immer konsistent und manchmal recht willk´┐Żrlich ist. Mit dieser Angabe k´┐Żnnen wir damit die maximale F´┐Żderationsfl´┐Żche berechnen. Je nachdem, ob man die Sektorendefinition (20 ly Durchmesser) nun als Durchmesser eines kubischen Volumens mit der Kantenl´┐Żnge 11.5 ly (20/sqr(3)), als Durchmesser einer planaren Fl´┐Żche mit der Seitenl´┐Żnge 14.1 ly (20/sqr(2)) oder einfach als Seitenl´┐Żnge ansieht, ergeben sich jedoch unterschiedliche Zahlen. Da wir sowieso die Fl´┐Żche und nicht das r´┐Żumliche Volumen der F´┐Żderation berechnen wollen und die letztere Annahme  mathematisch v´┐Żllig inkorrekt ist, gehen wir von 14.1 ly aus. Aus dieser Kantenl´┐Żnge ergibt sich eine Sektorenfl´┐Żche von 200 ly´┐Ż (0.5*20´┐Ż). Bei maximal 25000 Sektoren entspricht das einer   Gesamtfl´┐Żche der F´┐Żderation von 5000000 ly´┐Ż. Bei einer angenommen nahezu quadratischen Form ist dann die Seitenl´┐Żnge 2236 ly und der maximale Durchmesser der F´┐Żderation 3162 ly. Eine mehrere tausend Lichtjahre umfassende F´┐Żderation wird also zumindestens vom Sektorensystem unterst´┐Żtzt.

 

4. Berechnung der Gr´┐Ż´┐Że aufgrund von Lagebeziehungen

Obwohl die offiziellen Karten in der Regel mehr als l´┐Żckehaft sind und oft weniger als ein halbes Dutzend  markanter Punkte enthalten, gibt es einige Gr´┐Ż´┐Żen, die fast immer enthalten sind, z.B. das barzanische Wurmloch. Da bei diesem ´┐Żrtlich instabilen Ph´┐Żnomen neben der Lage des Ausgangs im Deltaquadranten auch die Entfernung zu jeweils 2 anderen Punkten im Alphaquadranten bekannt ist, k´┐Żnnen wir diese Fixpunkte im All zur Bestimmung der (minimalen) Gr´┐Ż´┐Że der F´┐Żderation nutzen. In [TNG] Der Barzanhandel wurde die Entfernung Barzan-Deltaquadrantausgang mit 70000 ly gegeben. Die Voyager entdeckt diesen im Jahr 2373, am Anfang des dritten Jahres ihrer Reise, woraus sich eine Entfernung von rund 74000 ly zur Erde ergibt. Die Punkte Barzan-Erde-Voyager 2371 bilden nun ein allgemeines Dreieck, von der wir die L´┐Żnge von zwei benachbarte Seiten kennen, jedoch nicht den eingeschlossenen Winkel. Wir wissen jedoch, da´┐Ż dieser in Hinblick auf den geringen Unterschied zwischen den beiden unvorstellbar gro´┐Żen Entfernungen sehr klein sein mu´┐Ż. Mit dieser Vorgabe k´┐Żnnen wir ´┐Żber den Cosinussatz (c´┐Ż=a´┐Ż+b´┐Ż-2ab*cos(gamma)) damit zumindestens einen Bereich der L´┐Żnge der dritten Seite (Barzan-Erde) bestimmen, in dem wir den kleinstm´┐Żglichen Winkel (0´┐Ż) einsetzen. Daraus ergibt sich (logischerweise) eine L´┐Żnge von mindestens 4000 ly (bei 0.05´┐Ż 5380 ly, bei 0.1´┐Ż 8231 ly) f´┐Żr die Entfernung Barzan-Erde. Das zeigt, das durch transgalaktischen Lagebeziehungen wieder eine wesentlich gr´┐Ż´┐Żere F´┐Żderation unterst´┐Żtzt wird als etwa bei DS9 indirekt gezeigt wurde, was aber auch damit erkl´┐Żrt werden kann, das im galaktischen Ma´┐Żstab wahrscheinlich die gesamte F´┐Żderation mit allen Teilgebieten und Kolonien betrachtet wird.

 

5. F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że in Bezug auf reale Sterne

Obwohl die meisten realen Sterne, die bei Star Trek als F´┐Żderationsst´┐Żtzpunkt bzw. f´┐Żderationsnaher St´┐Żtzpunkt Erw´┐Żhnung gefunden haben, innerhalb eines 200-ly-Radius von der Erde liegen und somit das Kerngebiet der F´┐Żderation klar festzulegen scheinen, gibt es drei Sterne, die sehr weit von der Erde entfernt sind und trotzdem noch in / in der N´┐Żhe vom F´┐Żderationsraum liegen. Diese drei - Deneb, Antares und Rigel, werden deshalb oft "Grenzsteine" der F´┐Żderation bezeichnet  Sie markieren die ´┐Żu´┐Żersten Grenzen im Westen, Norden und S´┐Żden des Einflu´┐Żgebietes der F´┐Żderation und fixieren somit das Gebiet auf eine bestimmte Gr´┐Ż´┐Że, da die einzige "offene" Seite - der Osten - von den Imperien der Romulaner und Klingonen begrenzt wird.
Der 3230 ly (nur horizontale Entfernung: 3209 ly) von der Erde entfernte Stern
Deneb begrenzt die Westausdehnung der F´┐Żderation, denn Farpoint Station auf Deneb IV gilt als letzter Vorposten vor "dem gro´┐Żen Unbekannten, da´┐Ż dahinter beginnt" ([TNG] Der M´┐Żchtige).
Nach S´┐Żden hin ist der 773 ly (nur vertikale Entfernung: 619 ly) entfernte
Rigel ein Grenzstern, denn die Minenkolonie der F´┐Żderation auf Rigel XII w´┐Żrde ohne den Schutz der F´┐Żderations "so weit drau´┐Żen niemals Hilfe bekommen." ([TOS] Die Frauen des Mr. Mudd).
Antares ist mit 604 ly Entfernung (vertikaler Abstand: 580 ly) allgemein als Grenzstein zum Zentrum der Galaxis anerkannt, obwohl hier Spielraum f´┐Żr eine noch gr´┐Ż´┐Żere Ausdehnung der F´┐Żderation besteht, da es unlogisch erscheint, eine der wichtigsten Werften der F´┐Żderation (die Antares-IV-Flottenwerften) auf einen Au´┐Żenposten an der Grenze zur Unendlichkeit zu verlegen.
Somit sprechen einerseits die gro´┐Że Anzahl sehr naher realen Sterne, die eindeutig zur F´┐Żderation geh´┐Żren, etwa Tau Ceti, Vulcan (40 Eridani A), Gamma Hydrae usw., f´┐Żr eine recht kleine F´┐Żderation (<200 ly), w´┐Żhrend die ebenfalls oft erw´┐Żhnten, aber sehr viel weiter entfernten "Grenzsterne" eine F´┐Żderationsausdehnung von mehreren tausend Lichtjahren implizieren und damit die Theorie einer gro´┐Żen F´┐Żderation unterst´┐Żtzen.

Eine Zusammenstellung der genauen Entfernungen der nahen und weiter entfernten realen Sterne von Star Trek finden Sie in der Tabelle Die Positionen der realen Sterne.

 

6. Die minimale Gr´┐Ż´┐Że und der Wachstumsaspekt

Bei allen Spekulationen und Annahmen um die "Theorie einer kleinen F´┐Żderation" sollte jedoch ber´┐Żcksichtigt werden, da´┐Ż eine zu kleine F´┐Żderation die gleichen Probleme bereitet ist wie eine zu gro´┐Że. Nach offiziellen Informationen hat die F´┐Żderation 150 Mitglieder - die alle einen eigenen Heimatplanet und vielleicht einige dutzend Kolonien haben, so da´┐Ż f´┐Żr alle diese Planeten ein gewisser Platz ben´┐Żtigt wird.
Ein - wenn auch nicht unbedingt zusammenh´┐Żngender - Raumbereich von mindestens 1000 ly w´┐Żre somit auf jeden Fall angemessen, wenn wir ber´┐Żcksichtigen, da´┐Ż fast all Sterne im Star Trek Universum Planeten haben (wie in einer Folge bemerkt wird), aber nicht jeder Planet der Klasse M angeh´┐Żrt und auch nicht jeder Klasse M Planet von einer intelligenten Spezies bewohnt wird, die bereits den Warpantrieb entwickelt hat und ein Mitglied der F´┐Żderation sein m´┐Żchte bzw. dies auch angesichts der hochgesteckten Aufnahmekriterien (Weltregierung, hoher sozialer Standard usw.) werden darf.
Diese vielf´┐Żltigen Bedingungen sind wahrscheinlich auch ein Grund daf´┐Żr, da´┐Ż die F´┐Żderation in den letzten hundert Jahren nicht ´┐Żberm´┐Ż´┐Żig gewachsen ist - es gibt ungef´┐Żhr 50 neue Mitglieder seit 2265 (im Gegensatz zu 100 neuen Mitgliedern seit der Gr´┐Żndung 2161 bis 2265). Und wir sollten auch nicht vergessen: unserer eigener Heimatplanet erf´┐Żllt zum gegenw´┐Żrtigen Zeitpunkt nicht im entferntesten die Kriterien f´┐Żr eine F´┐Żderationsaufnahme.
Aus dem moderatem Wachstum ergibt sich ein weiteres Problem f´┐Żr ein kleines F´┐Żderationsgebiet: weil sich seit dem 23. Jahrhundert neben der Gr´┐Ż´┐Że der F´┐Żderation auch die ´┐Żbliche Reisegeschwindigkeit der Raumschiffe (300-400c) nur unwesentlich ge´┐Żndert hat, h´┐Żtten die erst im 24. Jahrhundert entdeckten Spezies, z.B. die Ferengi und Cardassianer, deren Gebiete bekanntlich nahe der jetzigen  F´┐Żderationsgrenze im Alphaquadranten liegen, schon viel fr´┐Żher entdeckt werden m´┐Żssen. Zwar befand  sich die F´┐Żderation wahrscheinlich im 23. Jahrhundert haupts´┐Żchlich im Betaquadranten und die Westgrenze war dementsprechend noch nah an der Erde (w´┐Żhrend die Ostgrenze durch die angrenzenden Imperien bereits damals dieselbe war), doch war es seit jeher die Aufgabe der Sternenflotte, jenseits der bekannten Grenzen die unendlichen Weiten zu erforschen. Betrachten wir jedoch das Einsatzgebiet der ersten Enterprise w´┐Żhrend ihrer 5-Jahres-Mission (meistens Erdn´┐Żhe und Betaquadrant), so scheint sich der Verdacht zu erh´┐Żrten, da´┐Ż der tiefe Alphaquadrant tats´┐Żchlich im 23. Jahrhundert "tabu" war. Ein m´┐Żglicher Grund w´┐Żren zum Beispiel historische und politische Hintergr´┐Żnde, von denen wir nichts wissen: immerhin ist die Enterprise bei den wenigen Forschungsaufr´┐Żgen im Alphaquadrant jedesmal auf eine gef´┐Żhrliche, ´┐Żberm´┐Żchtige Spezies getroffen. Es ist durchaus m´┐Żglich, das deren Reiche im 23. Jahrhundert weitaus gr´┐Ż´┐Żer waren als zum gegenw´┐Żrtigen Zeitpunkt, auch die jetzigen Gebiete der Cardassianer und Ferengi, die damals vielleicht noch auf ihr Heimatsystem beschr´┐Żnkt waren, einnahmen, und die F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że so begrenzten.

Trotzdem m´┐Żssen die im 24. Jahrhundert hinzugekommenen F´┐Żderationsmitglieder haupts´┐Żchlich Planeten des Alphaquadranten sein, weil die Grenzen und damit die F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że im Betaquadranten ja unver´┐Żnderlich festgelegt sind - das Romulanische Imperium, das Klingonische Reich und die Tholien-F´┐Żderation w´┐Żrden einer Erweiterung der F´┐Żderation sicher nicht tatenlos gegen´┐Żberstehen. Betrachtet man die weiterhin die im 24. Jahrhundert durch die erstarkende Cardassianische Union und die Breen ebenfalls fixierte Westgrenze im Alphaquadranten, wird klar, da´┐Ż die Lage der F´┐Żderation als klassiche Mittelmacht inmitten einer Vielzahl von anderen Gro´┐Żm´┐Żchten somit ein weiterer Grund f´┐Żr die (relativ) konstante Gr´┐Ż´┐Że ist.

Die Karte des Lokalen Raums im Galaktischen Atlas liefert den visuellen Beweis, da´┐Ż selbst die Anzahl der bekannten Planeten in der F´┐Żderation zu gro´┐Ż ist, als da´┐Ż sie nur wenige hundert Lichtjahre gro´┐Ż sein k´┐Żnnte.


7. Zusammenfassende ´┐Żbersicht der beiden Theorien

Obwohl nahezu jede Episode, jeder Film, jedes Buch und jede Karte von einer anderen F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że auszugehen scheint, haben die vielen genannten Beispiele gezeigt, da´┐Ż die Episoden, Filme, B´┐Żcher und anderen Aspekte des Star Trek Universums jeweils immer - ob nun direkt oder indirekt - f´┐Żr eine von zwei Theorien pl´┐Żdieren: der Theorie einer gro´┐Żen F´┐Żderation, die eine F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że von 10000 ly (pr´┐Żziser: 8000 ly) vorschl´┐Żgt, oder die Theorie einer kleinen F´┐Żderation, die von einer sehr viel kleineren F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że im Bereich von wenigen hunderten bis unter hundert Lichtjahren ausgeht.

Theorie einer gro´┐Żen F´┐Żderation
Behauptung: Die F´┐Żderation hat eine Ausdehnung von fast zehntausend Lichtjahren.
Beweise:
Star Trek Enzyklop´┐Żdie (Angabe) 10000 ly
Star Trek: First Contact (Zitat) 8000 ly
[TNG] Das fehlende Fragment (Karte) mehr als 10000 ly
Sektorennumerierung der F´┐Żderation 3000 ly oder mehr
Lage realer Sterne 2000 ly oder mehr
Lagebeziehungen zu Punkten au´┐Żerhalb der F´┐Żderation 5000 ly oder mehr
Schlu´┐Żfolgerung: Die Theorie einer gro´┐Żen F´┐Żderation kann schon wegen ihres direkten Beweises in der Star Trek Enzyklop´┐Żdie und in First: Contact nicht ignoriert werden, und es gibt zwar fast keine  weitere Unterst´┐Żtzung onscreen (nur in The Next Generation), aber daf´┐Żr noch einige spezielle Aspekte des Star Trek Universums, die f´┐Żr sie sprechen.
 
Theorie einer kleinen F´┐Żderation
Behauptung: Das F´┐Żderationsgebiet hat eine Ausdehnung von wenigen hundert Lichtjahren, m´┐Żglicherweise sogar unter hundert Lichtjahren.
Beweise:
[DS9] Blasphemie u.a. (Karte) etwa 200 ly
[DS9] Der Weg des Kriegers (Zitat) 200-500 ly
[DS9] Immer die Last mit den Tribbles (Zitat) 200 ly
[DS9] Der Besuch (Zitat) hunderte ly
[DS9] Valiant (Berechnung) 100-200 ly
Logische ´┐Żberlegungen maixmal 500 ly
Schlu´┐Żfolgerung: Inbesondere das DS9 Universum geht im Gro´┐Żen und Ganzen von einer nur wenige hundert Lichtjahre gro´┐Żen F´┐Żderation aus, wobei aber auch logische ´┐Żberlegungen in Hinblick auf die Kontrolle eines so gro´┐Żen Reiches bzw. die in allen Episoden und Filmen gezeigten Reisen kreuz und quer durch die F´┐Żderation diese Theorie unterst´┐Żtzen.

 

8. L´┐Żsung des Gr´┐Ż´┐Żenproblems durch Synthese beider Theorien

Wir haben nun also zwei Theorien der F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że, f´┐Żr die die jeweils eine beachtliche Anzahl von Aspekten sprechen und die beide nicht so ohne weiteres abgetan werden k´┐Żnnen: die 8000 ly - F´┐Żderation ist nun mal offiziell best´┐Żtigt worden, und auf ein kleines F´┐Żderationsgebiet baut das gesamte DS9 Universum auf, da´┐Ż bei Reisestrecken ´┐Żber 100 ly zwischen den Hauptplaneten aller wichtigen Imperien wie ein Kartenhaus zusammenst´┐Żrzen w´┐Żrde.
Weil beide Theorien also ihre Daseinsberechtigung besitzen, hat es keinen Sinn, weiter den ultimativen Beweis f´┐Żr die eine oder andere zu suchen; stattdessen mu´┐Ż eine Vereinigung beider angestrebt werden, obwohl dies auf den ersten Blick v´┐Żllig unm´┐Żglich scheint.

Die L´┐Żsung - sie ist im Laufe der Beweisf´┐Żhrung schon mehrmals angedeutet worden - ist aber ´┐Żberraschend einfach, und ergibt sich von selbst, wenn man einen der scheinbar ´┐Żberzeugendsten Beweise f´┐Żr die Theorie einer gro´┐Żen F´┐Żderation einmal genauer betrachtet:

Star Trek: First Contact

"Die F´┐Żderation besteht aus 150 Planeten, verteilt ´┐Żber 8000 ly"

Mit diesem Zitat von Captain Picard wird die Ausdehung des F´┐Żderationsgebiet auf die von der Enzyklop´┐Żdie vorgeschlagenen fast 10000 ly festgelegt, das steht unumst´┐Ż´┐Żlich fest.
Jedoch beachte man die geschickte Formulierung, die ja explizit ein mehrere tausend Lichtjahre gro´┐Żes F´┐Żderationsterritorium gar nicht fordert. Stattdessen wird von einer r´┐Żumlichen Verteilung der Planeten ´┐Żber ein Gebiet mit einem Durchmesser/L´┐Żnge/Breite/H´┐Żhe von 8000 ly gesprochen - was letztendlich zu der Idee f´┐Żhrt, da´┐Ż das F´┐Żderationsgebiet, auf dem sich bekannterweise auch etliche Nichtmitgliedsplaneten wie Antede oder Antica befinden und das demnach von Natur aus zahlreiche "L´┐Żcher" aufweisen mu´┐Ż, nicht nur einem Schweizer K´┐Żse ´┐Żhnelt - selbst dann w´┐Żre das Gebiet noch viel zu gro´┐Ż und unrealistisch und auch w´┐Żre dem DS9 Universum damit nicht gedient -, sondern sich in mehreren Bruchst´┐Żcken auf dieser Fl´┐Żche verteilt - was letztendlich einer Synthese beider konkurrierender Theorien entspricht, die im folgenden n´┐Żher untersucht werden soll.

Der Leitgedanke der neuen Theorie betrifft, wie das First Contact Zitat zeigt, nicht die maximale Ausdehnung der F´┐Żderation - die ist hier in der Tat v´┐Żllig nebens´┐Żchlich -, sondern bezieht sich auf ihre innere Struktur. Die F´┐Żderation darf dabei nicht nur einfach dezentralisiert sein (das ist ja schon das Kernkriterium f´┐Żr ein jedes intergalaktisches B´┐Żndnis, da´┐Ż eine Gr´┐Ż´┐Że von einigen dutzend Lichtjahren ´┐Żbersteigt), sondern mu´┐Ż einen polyzentrischen Aufbau mit unterschiedlicher Hierarchie aufweisen. chart312d.gif (17736 Byte)

Das hei´┐Żt: es gibt auf der einen Seite ein nur wenige hundert Lichtjahre oder sogar unter hundert Lichtjahre gro´┐Żes Kerngebiet der F´┐Żderation, in dem sich alle Kernplaneten (Erde, Alpha Centauri, Vulcan, Andor, Tellar) befinden und das von den f´┐Żnf anderen M´┐Żchten begrenzt wird und somit seit  hundert oder mehr Jahren kaum eine Gr´┐Ż´┐Żen´┐Żnderung erfahren hat. In diesem recht kleinen Kerngebiet der F´┐Żderation spielt sich die gesamte Handlung von DS9 ab, womit sowohl die kleinen Entfernungen und kurzen Reisezeiten bei ST:DS9 als auch die riesigen Schiffsflotten, die hier auf relativ kleinem Raum operieren, erkl´┐Żrt sind.
Auf der anderen Seite erstreckt sich die F´┐Żderation aber auch au´┐Żerhalb der von der "Kern-F´┐Żderation" und den f´┐Żnf anderen M´┐Żchten bev´┐Żlkerten Raum viel weiter in den Weltraum hinaus - eben in einem Gebiet von insgesamt 8000 ly Durchmesser. Hier gibt es einige einzelne von der F´┐Żderation besiedelte Planeten, aber prim´┐Żr vorherrschend sind in Gr´┐Ż´┐Że und Bev´┐Żlkerung weit umfangreichere Agglomerationen bzw. Konzentrationen von F´┐Żderationsplaneten, die jeweils voneinander unabh´┐Żngige "Bruchst´┐Żcken" der F´┐Żderation bilden. Beispiele f´┐Żr solche vom Kerngebiet losgel´┐Żsten und mit eigener Verwaltung und Verteidigung v´┐Żllig autarken F´┐Żderationsgebiete w´┐Żren die Kernregionen um Deneb, Antares und Rigel - eben jenen Sternen, die im Rahmen der Theorie einer Gro´┐Żen F´┐Żderation als Grenzsterne des F´┐Żderationsgebietes bezeichnet wurden. Dieses weiterr´┐Żumige und insgesamt d´┐Żnner besiedelte F´┐Żderationsgebiet wurde w´┐Żhrend 7 Jahren von der Enterprise-D erforscht, die einerseits in den Zwischenr´┐Żumen unbekanntes Gebiet untersuchen konnte, ohne auf riesige Raumflotten der Sternenflotte zu treffen, andererseits aber auch die einzelnen "Bruchst´┐Żcken" aufsuchten - Beispiel ist hier vor allem das Kerngebiet, aber auch die Deneb-Region (im 1. Jahr) und die Rigel-Region (bei Mintaka, im 5. Jahr).

An dieser Stelle ergibt sich nat´┐Żrlich die berechtigte Frage, wie diese Theorie stichhaltig zu beweisen ist. Grunds´┐Żtzlich spricht erst einmal die Plausibilit´┐Żt und Logik f´┐Żr diese L´┐Żsung des F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Żenproblems, wenn wir uns die politische Struktur der F´┐Żderation, die Mission der Sternenflotte und die allgemeine (wenn auch von uns bisher nicht empirisch nachgewiesene) Staatenentwicklung im Weltraum betrachten. Auf jeden Fall kann man interstellare Planetenb´┐Żndnisse nicht mit internationalen Staatenb´┐Żndnissen vergleichen, wie Rick Sternbach (der mit seiner F´┐Żderation+Kolonien Theorie quasi den Grundstein f´┐Żr diese Theorie gelegt hat) immer wieder angemerkt hat. Der Weltall ist, von weitem betrachtet, eigentlich eine einzige politisch neutrale, unbewohnte Zone, da 99.9% nun mal Vakuum sind. Nur in extrem gro´┐Żem Abstand - innerhalb der Milchstra´┐Że durschnittlich alle 1pc - gibt es einen Punkt, der ´┐Żberhaupt beanspruchbar ist, und in noch viel gr´┐Ż´┐Żerem Abstand gibt es einen Planeten der Klasse M, der bewohnbar und damit erst relevant f´┐Żr ein interstellares Reich ist.
Hinzu kommt, da´┐Ż die F´┐Żderation kein Imperium wie etwa das Romulanische Sternenimperium oder das Klingonische Reich ist. Sie ist ein lockeres B´┐Żndnis von beliebig situierten, aber bestimmten Anspr´┐Żchen gen´┐Żgenden Planeten. Damit ist schon vorn herein die M´┐Żglichkeit eines kompakten, klar abgrenzten und zusammenh´┐Żngenden Gebietes, wie es etwa bei einem auf Eroberung aufbauenden Imperium der Fall ist, gar nicht gegeben, sondern a) ein gewisser Abstand der Planeten und b) ein sehr gro´┐Żes Raumvolumen, in dem diese Planeten verstreut sind, forciert.

Durch die wahrscheinliche historische Entwicklung der F´┐Żderation in Hinblick auf die Mission der Sternenflotte wird die Synthese der beiden Theorien dann entg´┐Żltig untermauert: letztere wurde im 22. Jahrhundert mit Maxime gegr´┐Żndet, neue Gebiete zu erforschen, neues Leben zu suchen und dorthin vorzudringen, wo noch nie zuvor ein Mensch gewesen ist. So hat die Sternenflotte in dieser "Pionierzeit" gezielt den tiefen Weltraum erforscht und die wissenschaftlich interessanten Gebiete bei Rigel, Antares, selbst an der Grenze der Galaxis erschlossen und an diesen fernen Punkten St´┐Żtzpunkte der F´┐Żderation errichtet, anderseits hat sie sicher auch w´┐Żhrend der Erforschung des tiefen Raums bereits bev´┐Żlkerte und die Aufnahmekriterien der F´┐Żderation erf´┐Żllende Planeten entdeckt, die dann in das Planetenb´┐Żndnis aufgenommen wurden. In beiden F´┐Żllen wurden die F´┐Żderation punktuell erweitert, ohne da´┐Ż dabei systematisch - Planet f´┐Żr Planet - das Gebiet nahe der Erde erforscht wurde. Dies wurde erst im 23. Jahrhundert getan, der "Besiedlungsperiode", wie die Entdeckung zahlreicher neuer Zivilisationen nur wenige dutzend Lichtjahre von der Erde entfernt w´┐Żhrend der F´┐Żnfjahresmission der Enterprise zeigt. Gleichzeitig wurden die bedeutenderen, aber f´┐Żr eine direkte Anbindung an die F´┐Żderation zu weit entfernten St´┐Żtzpunkte ausgebaut und rings um den Kernplaneten, etwa Antares oder Rigel, weitere Planeten erschlossen. W´┐Żhrend das Kerngebiet der F´┐Żderation durch die Erschlie´┐Żung weitestgehend zusammenwuchs, blieben jedoch aufgrund ihrer gro´┐Żen Entfernung diese Gebiete autark - es entstanden die beschriebenen "Bruchst´┐Żcken" der F´┐Żderation.

Jedoch sind Plausiblit´┐Żt, Logik und Realismus l´┐Żngst nicht die einzigen Argumente, die f´┐Żr diese neue Theorie sprechen. Letztendlich treffen alle Argumente, die wir bereits in den beiden gegens´┐Żtzlich erscheinenden Theorien angesprochen haben, auch auf die Synthese beider Theorien zu: wie bereits erw´┐Żhnt, spricht nichts dagegen, da´┐Ż die diversen Andeutungen zur F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że bei DS9 sich immer nur auf das Kerngebiet beziehen, das ja im Endeffekt der Hauptteil der F´┐Żderation ist, w´┐Żhrend bei TNG die Zwischenr´┐Żume des F´┐Żderationsgebietes sowie andere F´┐Żderationsregionen besucht wurden.
Mit der Kartographierung dieser weitr´┐Żumigen, mehrere tausend Lichtjahre umfassenden Bereiche durch die Enterprise-D und zahlreiche andere Deep-Space-Schiffe werden die gro´┐Żen Zahlen des Sektorensystems verst´┐Żndlich: bei einer rein chronologischen Benennung neu entdeckter Sektoren waren bereits zahlreiche Gebiete au´┐Żerhalb der Kernregion erforscht und nummeriert worden, als neue Sektoren im Alphaquadranten zur F´┐Żderation hinzukamen, was dann zu Nummern im 21000er Bereich nahe des cardassianischen Raums f´┐Żhrt.
Da Sterne wie Barzan, Rigel, Antares und Deneb nicht zum Kerngebiet der F´┐Żderation geh´┐Żren, sondern nur bei Betrachtung der F´┐Żderation als ganzes eine Rolle spielen, besteht auch bei Betrachtung der intergalaktischen Lagebeziehungen und der Lage realer Sterne kein Widerspruch zu anderen Argumenten zur F´┐Żderationsgr´┐Ż´┐Że mehr.
Am Ende bleibt nur die Frage, wie die eigenst´┐Żndigen Planetenagglomerationen ´┐Żberhaupt noch ein zusammenh´┐Żngendes B´┐Żndnis bilden k´┐Żnnen, da die Versorgung, Transport und Kommunikation aufgrund der technischen Limitationen des Warpantriebs (H´┐Żchstgeschwindigkeit auf Dauer nach wie vor Warp 6) und des Subraumfunks (interstellar nur mit Subraumrelaisstationen alle 22.65 ly zu realisieren) sehr erschwert wird. Grunds´┐Żtzlich mu´┐Ż man davon ausgehen, da´┐Ż die Gebiete jeweils bei Versorgung und Verteidigung vollst´┐Żndig autark sind, was z.B. die Lage wichtiger Flottenwerften bei Antares IV und bei Rigel beweist und somit durch die Eigenorganisation auch kein Schutz- oder Versorgungsbed´┐Żrfnis besteht. Aber auch eine weitestgehende politische Autarkie ist nicht zu verhindern, doch da die F´┐Żderation kein Imperium ist und sich alle wirklich wichtigen Planeten auf die Kernregion konzentrieren, ist ein politischer Zusammenhalt zwischen Au´┐Żenbereich und Kernregion gar nicht n´┐Żtig. Diese profitieren nur durch die Zugeh´┐Żrigkeit zur F´┐Żderation - etwa durch die M´┐Żglichkeit, eigene Schiffswerften nach F´┐Żderationsmuster aufzubauen und eigene taktische Flotten innerhalb der Sternenflotte zu bilden (was dann zu der oft beschriebenen Situation f´┐Żhrt, da´┐Ż "die linke Hand der Sternenflotte nicht wei´┐Ż, was die rechte tut"), w´┐Żhrend nur in begrenztem Umfang etwa Rohstofflieferungen (z.B. Dilizium von den Bergwerken auf Rigel) oder Technologietransfers (bei Bau von Raumschiffen in den Au´┐Żenbereichswerften und anschlie´┐Żender ´┐Żberf´┐Żhrung in eine Werft im Kerngebiet) n´┐Żtig sind.
Letztendlich bezieht sich die F´┐Żderationszugeh´┐Żrigkeit vor allem auf den Glauben an gemeinsame Werte - Freiheit, Rechtsschutz, Schutz der W´┐Żrde aller Lebewesen und ein gemeinsamen Lebenszweck - um mit der eigenen Existenz zu versuchen, sich selbst und den Rest der F´┐Żderation voranzubringen, unabh´┐Żngig davon, wie weit man nun vom Rest der "gro´┐Żen Familie" entfernt ist.

 

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